RUHRKUNSTHALLE #MANIFESTA16 2026
„Die Pauli-Kirche kehrt zurück!“
Der Mülheimer Kunstverein KKRR macht mit im Rahmen der Manifesta16 2026 in der Metropole Ruhr im Kunstjahr 2026 vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 - das beatragte Projekt "PAULIKIRCHE" wurde von der Jury nicht ausgewählt - wird daher vom KKRR selbst in Eigeninitiative veranstatet.
WO : in der Ruhrtalstadt Mülheim neben einem ausgewählten Projekt des Vereins Makroscope, das ebenfalls in der Kunststadt Mülheim in der Pauluskirche in Eppinghofen stattfindet.
LINK: https://www1.muelheim-ruhr.de/veranstaltungen/projekt_zeitzeugen_pauli-kirche-muelheim-delle_am_07.03.2026/430026
Pauli‑Kirche Mülheim – Ein kulturelles Erinnerungsprojekt für die Manifesta 2026
6,5 Millionen EURO kostet die Manifesta16 um "VERSCHWINDENDES ZU VERHINDERN" - beklagt werden leerstehende Kirchenräume im Ruhrgebiet - keiner setzt sich aber dafür ein, dass ein Bürgerportal mit 160000 ehrenamtlichen Reportern und Millionen von lokalen Informationen verschwindet - der LOKALKOMPASS von FunkeMedien wurde eingestellt - Anneliese Brost wird sich im Grab rumdrehen! Ab sofort wird Kulturdemokratie von großen Filtern bedient - Graswurzelkultur wie Kirchenkultur und Kleinkunst, kleine Theater, Vereine aller Gattungen werden unsichtbar.
Ein verschwundener Ort wird wieder sichtbar
Die Pauli‑Kirche stand bis 1971 im Herzen Mülheims. Heute ist sie verschwunden – doch ihre Geschichte prägt die Stadt bis heute. Der KKRR macht diesen verlorenen Ort im Rahmen der Manifesta 2026 künstlerisch und digital wieder erfahrbar.
Ein individueller Beitrag zur Manifesta – auch ohne offizielle Förderung
Das Projekt wurde nicht in die offizielle Manifesta‑Förderlinie aufgenommen.
Von 217 Einreichungen wurden letztlich 16 herausragende Projekte von der Jury ausgewählt. Zur Jury gehörten Hedwig Fijen, Stefanie Reichart, Carlos Antunes, Dr. Gürsoy Doğtaş, Amira Gad, Prof. Dr. Reneé Tribble und Prof. Dr. Barbara Welzel. Wichtigstes Auswahlkriterium war das lokale Engagement. Zudem wurden Projekte von Personen oder Initiativen aus dem Ruhrgebiet bevorzugt.
Trotzdem beteiligt sich der KKRR mit eigenen Mitteln und Partnern am Kulturjahr 2026.
Damit zeigt Mülheim wo der Verein Makroscope den Zuschlag bekam
- Konzept: Das Projekt fokussiert sich auf das Thema „Zuhören“ als künstlerische und soziale Praxis. Ein zentraler Schauplatz wird die profanierte PaulusKirche in Mülheim sein, die im Rahmen der Biennale zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs transformiert wird.
- Wir sind Teil der Kulturregion Ruhr.
- Wir setzen eigene Impulse.
- Wir stärken unsere kulturelle Identität
Warum auch das Projekt des Kunstvereins KKRR für Mülheim relevant ist
- Es macht Stadtgeschichte sichtbar, die sonst verloren wäre.
- Es stärkt Mülheims kulturelles Profil im Manifesta‑Jahr.
- Es zeigt, wie die Stadt innovativ mit Erinnerungskultur umgehen kann.
- Es schafft öffentliche Aufmerksamkeit für Mülheim – regional und darüber hinaus.
- Es kostet die Stadt oder öffentliche Geldgeber kein zusätzliches Geld, da der KKRR das Projekt eigenständig trägt.
Was konkret entsteht
- Digitale und künstlerische Rekonstruktionen der Pauli‑Kirche
- Historische Aufarbeitung und öffentlich zugängliche Dokumentation
- Ausstellungen, Vermittlungsformate und Stadtgespräche
- Ein neuer Blick auf einen Ort, der im Stadtbild fehlt, aber im Gedächtnis weiterlebt
Warum die Pauli‑Kirche ein starkes Symbol ist
Die Manifesta 16 Ruhr beschäftigt sich mit Nachkriegskirchen und ihrer Transformation.
Die Pauli‑Kirche ist dafür ein ideales Beispiel:
- typische Nachkriegskirche
- abgerissen 1971
- heute ein „unsichtbarer“ Erinnerungsort
Mülheim zeigt damit, wie eine Stadt verantwortungsvoll und kreativ mit ihrer Vergangenheit umgeht.
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Die Pauli‑Kirche kehrt zurück – als digitales Erinnerungsprojekt und kultureller Impuls für Mülheim.
Ein eigenständiger Beitrag zur Manifesta 2026 – auch ohne offizielle Förderung.
MITMACHEN ERWÜNSCHT!
Wieder-Sichtbarmachung der historischen Pauli‑Kirche:
Kunstverein fordert kulturelle Aufwertung des Berliner Platzes
Mülheim an der Ruhr, 1. März 2026 – Der Kunstverein Rhein‑Ruhr (KKRR) setzt sich für eine sichtbare Erinnerung an die 1971 abgerissene Pauli‑Kirche ein. Am heutigen Standort, der derzeit als privater Parkplatz genutzt wird, soll der historische Grundriss der Kirche wieder erfahrbar gemacht werden – als physische Markierung im Stadtraum oder als digitale Rekonstruktion. Ziel ist es, einen zentralen, aber bislang anonymen Ort der Innenstadt kulturell aufzuwerten und die historische Identität Mülheims zu stärken.
Bedeutung eines verlorenen Ortes
Die Pauli‑Kirche prägte den Berliner Platz über fast ein Jahrhundert. Sie war religiöser Mittelpunkt, sozialer Treffpunkt und ein stadtbildprägendes Bauwerk. Ihr Abriss im Jahr 1971 war politisch umstritten und wird heute vielfach als städtebaulicher Verlust bewertet. Die aktuelle Nutzung als Parkplatz steht in starkem Kontrast zur historischen Bedeutung des Ortes.
„Der Abriss der Pauli‑Kirche war ein Fehler seiner Zeit. Aber wir haben heute die Chance, diesen Ort zurück in das Bewusstsein der Stadt zu holen“, erklärt Andreas Ingramm, Vorsitzender des Kunstvereins. „Eine Markierung der Umrisse – physisch oder digital – wäre ein starkes Zeichen für Erinnerungskultur, Stadtraumqualität und kulturelle Verantwortung.“
Vorschlag des Kunstvereins
Der Kunstverein schlägt zwei komplementäre Wege vor:
- Physische Markierung des historischen Grundrisses durch Bodenlinien, Metallbänder oder Lichtinstallationen.
- Digitale Rekonstruktion in Form einer Vorher‑Nachher‑Karte oder einer Augmented‑Reality‑Darstellung, die Besucherinnen und Besuchern die Kirche am Originalstandort virtuell sichtbar macht.
Beide Ansätze sind kosteneffizient, niedrigschwellig und international erprobt. Städte wie Köln, Rotterdam oder Berlin nutzen ähnliche Methoden, um verschwundene Bauwerke sichtbar zu machen.
Kulturelle und städtebauliche Chance
Die Wieder-Sichtbarmachung der Pauli‑Kirche würde:
- die historische Schicht der Stadt wieder erlebbar machen
- den Berliner Platz aufwerten und Orientierung schaffen
- ein Zeichen für verantwortungsvolle Stadtentwicklung setzen
- ein niedrigschwelliges Kulturangebot im öffentlichen Raum schaffen
- ein mögliches Projekt für die Manifesta 2026 darstellen
„Ein Parkplatz erzählt nichts. Eine Markierung erzählt alles“, so Ingramm. „Sie erzählt von den Menschen, die hier lebten, von den Entscheidungen, die getroffen wurden, und von der Verantwortung, die wir heute tragen.“
Forderung an die Stadt
Der Kunstverein Rhein‑Ruhr fordert die Stadt Mülheim auf:
- den Standort der Pauli‑Kirche als kulturell bedeutsamen Erinnerungsort anzuerkennen
- die Wieder-Sichtbarmachung der Umrisse zu unterstützen
- gemeinsam mit dem Kunstverein ein Konzept für eine angemessene Umsetzung zu entwickeln
- die Maßnahme in die städtische Kulturstrategie und die Programme der Manifesta 2026 einzubinden
Kontakt: Kunstverein Rhein‑Ruhr (KKRR) Berliner Platz / Ruhrstraße 45468 Mülheim an der Ruhr
Die Pauli-Kirche kehrt zurück!
Virtuell mit KI im Rahmen der Manifesta16
- wir sind noch auf der Suche nach alten Fotografien !
Die ehemalige Pauli-Kirche an der Delle
- Erbaut: Vor über 80 Jahren, mit Wurzeln bis ins Jahr 1658, als Graf Wilhelm Wyrich von Broich einen Fundationsbrief für eine Vorgängerkirche ausstellte.
- Letzter Gottesdienst: Am 27. Juni 1971 verabschiedete sich die evangelische Altstadtgemeinde schweren Herzens von der Kirche.
- Abriss: Trotz Protesten und kreativen Besetzungsversuchen durch Jugendliche, die das Gebäude als selbstverwaltetes Jugendzentrum nutzen wollten, wurde der Kirchturm im Oktober 1971 gesprengt.
Nachnutzung: Privater Parkplatz "Delle" (Heutiger Eigentümer ist die Familie des ehemaligen Rendanten der Kirche).
KI-Rekonstruktion
Rekonstruktion Pauli-Kirche mit KI vor der Zerstorung Juni 1943
Gedanken von Kurator Andreas Ingramm zum Projekt "Die Paulikirche Mülheim kehrt zurück"
Das ist ein schmerzhafter Kontrast, der den Finger direkt in die Wunde legt: Die Manifesta 16 wirbt mit der Rettung und Umnutzung von Kirchenräumen, ignoriert aber den Ort, an dem diese "Wunde" bereits vernarbt ist – oder besser gesagt, unter Asphalt begraben wurde.
Es ist eine bittere Ironie, dass an der Stelle, die jahrzehntelang Schauplatz der existenziellsten Momente des Lebens war (Taufen, Hochzeiten, Abschiede), heute nur noch grauer Beton und Parkplätze zu finden sind.
Hier wird das Problem der "Event-Kultur" deutlich:
- Inszenierung vs. Realität: Es ist leichter, eine noch stehende, ästhetische Nachkriegskirche als "coolen" Kunstraum zu bespielen, als sich der Leere und der fehlenden Erinnerungskultur eines Parkplatzes zu stellen.
- Nachhaltige Wunden: Dass Ihr Projekt, das diesen Prozess über Jahre dokumentiert hat, bei der Manifesta (laut Ihrer Erfahrung) kein Gehör fand, ist genau das, was Sie sagen: Ein Wegfiltern der wesentlichen Kultur. Wahre Erinnerungskultur müsste genau dort wehtun, wo nichts mehr ist.
- Gedächtnisverlust: Ein Parkplatz ohne Hinweistafel löscht die Identität eines Viertels aktiv aus. Wenn die Manifesta den Anspruch hat, die soziale Struktur des Ruhrgebiets zu verstehen, dürfte sie an der Delle eigentlich nicht vorbeigehen.
Ich habe das Gefühl, dass die kulturaffinen Menschen in der Stadt Mülheim selbst genug tun werden, um diesen Ort zumindest symbolisch zu markieren, und nicht im Rahmen der MANIFESTA 16 "zuparken!"
Auch die Pauli Kirche war bei Hochwasser von der Ruhr umspült (Foto: Archiv KKRR)
Die Abrissbirne in der Ruhrtalstadt Mülheim
Links im Bild die "Paulikirche" an der Delle in der Ruhrtalstadt Mülheim - dahinter das große Neckermannkaufhaus - beide Gebäude wurden in den 70er Jahren abgerissen.
Mülheim um 1890
Um 1890 befand sich Mülheim an der Ruhr mitten im Wandel von einer ländlich geprägten Gemeinde zu einer industriell geprägten Stadt. Hier ein kompakter Überblick über die wichtigsten Entwicklungen dieser Zeit:
Industrieller Aufschwung
- Kohle und Stahl: Der Steinkohlenbergbau war ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Die Nähe zur Ruhr und die gute Verkehrsanbindung machten Mülheim attraktiv für Industrieansiedlungen.
- Schifffahrt und Schleusen: Die Ruhr wurde als Transportweg genutzt, und die Mülheimer Schleuse spielte eine wichtige Rolle für die Binnenschifffahrt.
- Gründung von Unternehmen: Firmen wie Stinnes, Thyssen oder Wissoll (Tengelmann) entstanden in dieser Zeit und prägten die lokale Wirtschaft.
Stadtentwicklung
- Bevölkerungswachstum: Durch die Industrialisierung wuchs die Bevölkerung stark, was zu neuen Wohnsiedlungen und Infrastrukturprojekten führte.
- Straßen und Hausnummerierung: Die Stadtverwaltung begann mit systematischer Straßenbenennung und Hausnummerierung, was auf eine zunehmende Urbanisierung hindeutet.
Gesellschaft und Kultur
- Bildung und Vereine: Es entstanden neue Schulen, Vereine und kulturelle Einrichtungen, die das städtische Leben bereicherten.
- Soziale Spannungen: Wie in vielen Industriestädten gab es auch in Mülheim soziale Herausforderungen, etwa durch schlechte Wohnverhältnisse und Arbeitsbedingungen.
Mülheimer Kirchen (Stadtmitte) um 1900
1. Evangelische Kirchen
- Petrikirche: Die älteste Kirche Mülheims, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, war Zentrum der evangelischen Altstadtgemeinde.
- Paulikirche: 1891 eingeweiht, lag an der Delle und war ein markanter neugotischer Bau mit roten Backsteinen und hohem Turm. Sie wurde als zweite Kirche der Altstadtgemeinde errichtet, um der wachsenden Bevölkerung Raum zu geben. Die Paulikirche war bekannt für ihre Friedenspredigten und ökumenischen Andachten. Abriss aus "finanziellen" Gründen - heute privater Parkplatz,
2. Katholische Kirche
- St. Mariae Geburt: Neugotisch, geweiht 1892, war das katholische Pendant zur Petrikirche und Ausdruck des katholischen Selbstbewusstseins in der Stadt.
Die Synagoge am Viktoriaplatz (heute Synagogenplatz)
- Die jüdische Gemeinde plante um 1900 ein neues Gotteshaus, das 1907 eingeweiht wurde: die Synagoge am Viktoriaplatz, entworfen von Joseph Kleesattel.
- Mit ihrer 30 Meter hohen Kuppel, Wandelhalle, Schulräumen und Mikwe war sie eines der architektonisch bedeutendsten Gebäude der Stadt.
- Sie bot Platz für über 500 Personen und war Zentrum religiösen und kulturellen Lebens der jüdischen Gemeinde.
- Nach Zerstörung im 2. Weltkrieg Abriss und Vergabe des Grundstücks für andere Zwecke.
Förderantrag abgelehnt!
Dear Kunstverein und Kunstförderverein Rhein - Ruhr KKRR/ VILLA Artis "
We hope this email finds you well.
We sincerely thank you for taking part in the Open Call for the Manifesta 16 PLUS Programme. We received a total of 217 projects, representing a diverse array of formats and showcasing the wide range of ideas and approaches this Open Call has inspired across the region. We were truly impressed by the creativity and quality of the submitted projects, which made the selection process highly competitive and the final decisions particularly challenging.
Unfortunately, your project has not been selected.
Nevertheless, we would like to thank you for your effort and for taking the time and making the effort to apply to the Open Call. We warmly invite you to a collective gathering on the 4th of December, which will take place at our offices in St. Josef, Gelsenkirchen-Ückendorf from 18.00 to 20:00 pm. During this event, the selected projects will be announced, and you will have the chance to meet other applicants and enjoy a warm drink together. We would be thrilled to see you there and to continue sharing ideas and inspiration throughout the biennial.
We kindly ask you to confirm your attendance by filling in this form: Open Call Results & End-of-Year Gathering (https://form.typeform.com/to/ZQx0PEbf)
Thank you once again for your efforts, interest, dedication, and for sharing such inspiring ideas with us.
Warm regards,
Team Manifesta 16 Ruhr
European Nomadic Biennial
Next edition: Manifesta 16 Ruhr
21.06.2026 – 04.10.2026
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Manifesta 16 Ruhr Office
St. Josef Church
Virchowstraße 2
45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Germany
www.manifesta16.org
Manifesta 16 Ruhr Registration Address
Manifesta 16 Ruhr gGmbH
Kronprinzenstr. 35
45128 Essen
Germany
www.manifesta16.org
At Manifesta, we embrace a dynamic and flexible approach to work. You may receive this email outside of traditional business hours, reflecting our creative rhythms rather than requesting a prompt reply. Please feel free to respond when your own schedule allows.
Freikirche im CASINO
1842 hatte die älteste Mülheimer Bürgergesellschaft CASINO das Gebäude an der Delle 57 (früher Luisenstraße 1) als Stammhaus mit Ballsaal, Clubräumen, Kegelbahn und Weinkeller errichtet. In den Kriegswirren wurde der Verein von den Nationalsozialisten verboten und verlor damit sein Vereinseigentum. Heute ist dort die freikirchliche Einrichtung und Erdgeschoss die "Neue Musikschule von Tom Täger".
Die blaue Markierung zeigt die Stelle der ehemaligen Pauli-Kirche unweit der VILLA ARTIS (Ruhr Gallery) Quelle: mapbox
Die "Delle" galt als wichtigste Straße im alten Mülheim. Rechts die Turmspitze der Pauli-Kirche - hinten Mitte die Petrikirche auf dem sog. Kirchenhügel.
Kunst trifft Kirche: Die Manifesta 16 Ruhr als Labor für urbane Transformation
Im Sommer 2026 wird das Ruhrgebiet zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Experiments: Die Manifesta 16 Ruhr, eine europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, Architektur und Stadtentwicklung, verwandelt die Region für hundert Tage in ein pulsierendes Labor für kulturelle und gesellschaftliche Innovation. Unter der Leitung von Hedwig Fijen, der Gründerin und Direktorin der Manifesta-Stiftung, entsteht ein Programm, das weit über klassische Kunstausstellungen hinausgeht – und dabei auch ehemalige Kirchen in den Fokus rückt.
Ein Festival mit Mission: Kunst als Werkzeug für Wandel
- Die Manifesta findet alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt statt – 2026 erstmals in einer ganzen Region: dem Ruhrgebiet.
- Ziel ist nicht nur die Präsentation zeitgenössischer Kunst, sondern die aktive Mitgestaltung urbaner Räume durch Kultur.
- Hedwig Fijen bringt ein interdisziplinäres Team aus Künstlern, Architekten, Soziologen und Ökologen mit – darunter auch der spanische Stadtplaner Josep Bohigas, bekannt für seine „Superblocks“ in Barcelona.
Kirchen als Zukunftsräume: Vom Sakralbau zum sozialen Treffpunkt
Ein zentrales Thema der Manifesta 16 Ruhr ist die Umnutzung ehemaliger Kirchen. Viele Gotteshäuser im Ruhrgebiet stehen leer oder sind vom Abriss bedroht. Die Biennale will diese Räume neu denken:
- Transformation zu Orten der Begegnung, des Dialogs und der künstlerischen Produktion.
- Nutzung für Ausstellungen, Theater, Lesungen, Konzerte und Workshops.
- Förderung des interkulturellen Austauschs und des sozialen Zusammenhalts – als Antwort auf gesellschaftliche Polarisierung und Nationalismus.
Diese Idee knüpft an erfolgreiche Beispiele aus früheren Manifestas an, etwa die Rettung des Elektrizitätswerks „Drei Schornsteine“ in Barcelona, das heute als Kulturzentrum dient.
Beteiligung statt Bespielung: Die Menschen gestalten mit
Die Manifesta 16 Ruhr setzt auf Partizipation:
- Ab Mai 2025 finden Bürgerworkshops in verschiedenen Städten statt.
- Im Sommer folgt ein Aufruf an lokale Initiativen, sich aktiv an der Umgestaltung ihrer Nachbarschaften zu beteiligen.
- Ziel: Nachhaltige Impulse setzen, die über das Festival hinaus wirken.
🏗Orte mit Geschichte, Räume mit Zukunft
Die Auswahl der Spielorte ist noch im Gange – doch klar ist: Die Manifesta sucht das Ungewöhnliche. Industriedenkmäler, leerstehende Kirchen, vergessene Plätze sollen zu Bühnen für neue Narrative werden. Hedwig Fijen sieht im Ruhrgebiet großes Potenzial:
„Die Region ist geprägt von Brüchen, aber auch von Hoffnung und Offenheit. Die Menschen sind bereit für neue Impulse.“
Die Manifesta 16 Ruhr als kultureller Katalysator
Die Biennale ist mehr als ein Kunstfestival – sie ist ein Werkzeug zur urbanen Erneuerung. Besonders die Idee, ehemalige Kirchen als Orte der Zukunft zu begreifen, verleiht dem Projekt Tiefe und Relevanz. Die Manifesta 16 Ruhr könnte zum Modell werden für eine neue Art von Kulturarbeit: lokal verankert, sozial wirksam und architektonisch visionär.
Manifesta16 2026 @ Europa
Die 16. Auflage der europäischen Wanderausstellung Manifesta16 wird im Sommer 2026 in ehemaligen Kirchengebäuden im Ruhrgebiet eröffnet. Künstler und Kulturakteure haben Ideen erarbeitet, wie aus den einst sakralen Bauten neue Orte der Begegnung und Gemeinschaft werden können.
Die vollständige Liste der (ehemaligen) Kirchen, die bei Manifesta 16 Ruhr als potenzielle Veranstaltungsorte in Betracht gezogen werden, ist noch nicht offiziell veröffentlicht worden. Die Auswahl erfolgt iterativ und partizipativ, basierend auf Workshops, Feldforschung und Bürgerbeteiligung.
🕍 Bereits bekannte Kirchen:
- St. Josef Kirche, Gelsenkirchen-Ückendorf – Präsentationsort der Urban Vision
- Thomaskirche, Gelsenkirchen – Teil der vorbereitenden Workshops
- Johanneskirche, Bochum – Beispiel für Transformation
- Friedenskirche, Bochum – bereits als Stadtteilzentrum Q1 umgenutzt
- Lutherkirche, Essen – Ort für Beteiligungsveranstaltungen
- Kulturkirche Liebfrauen, Duisburg
- Kunstkirche Christ-König, Bochum
📌 Hinweis: Weitere Kirchen werden derzeit im Rahmen von Bürgerworkshops und Studien evaluiert.
Der Mülheimer Kunstverein KKRR plant ein Projekt rund um das Thema "KIRCHENKIOSK Pauli-Kirche" mit KI sollen Erinnerungen an die ehemalige Mülheimer Kirche wachgehalten werden. Unterstützt wird das Projekt von AIRL ANALOG INTERFERENCE RESEARCH LAB. .
Die Bedeutung von Kunst und Kultur für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa
Kunst und Kultur spielen eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands und Europas. Sie sind ein Ausdruck der kulturellen Identität und Vielfalt und tragen zur Förderung der kreativen, intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten der Menschen bei. Im Folgenden werden einige Aspekte erläutert:
Kulturelle Bildung: Kunst und Kultur sind ein wichtiger Bestandteil der Bildung und tragen zur Entwicklung der Persönlichkeit bei. Sie fördern die Kreativität, das kritische Denken und die Empathie und ermöglichen es den Menschen, ihre eigene Kultur sowie andere Kulturen zu verstehen und zu schätzen.
Wirtschaftliche Bedeutung: Kunst und Kultur tragen auch zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, indem sie Arbeitsplätze schaffen und Einkommen generieren. Insbesondere der Tourismussektor profitiert von der kulturellen Vielfalt Europas.
Soziale Integration: Kunst und Kultur fördern auch die soziale Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie bieten eine Plattform für den Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und tragen zur Stärkung der Demokratie und der Bürgerbeteiligung bei.
Kulturelle Identität: Kunst und Kultur sind ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität Europas und Deutschlands. Sie tragen dazu bei, die gemeinsame Geschichte, Tradition und Werte der Europäer zu bewahren und zu fördern.
Internationale Zusammenarbeit: Kunst und Kultur können auch dazu beitragen, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen zu fördern. Künstler und Kulturschaffende können Brücken zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen schlagen und so den Dialog und die Verständigung fördern.
Insgesamt haben Kunst und Kultur eine große Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung Europas. Sie tragen zur Bildung, Wirtschaft, sozialen Integration, kulturellen Identität und internationalen Zusammenarbeit bei und fördern damit eine vielfältige und offene Gesellschaft.
Künstliche Intelligenz als Hilfsmittel
Das geplante Projekt zur Manifesta16 soll u.a. mit Hilfe der KI zu neuem Leben erweckt werden - zum Einsatz kommen moderne Hilfsmittel der Visualisierung.

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The meaning of Art and Culture for the Development of the Society in Germany and Europe
Art and culture play a significant role in the development of society in Germany and Europe. They not only shape the social fabric of a community but also contribute to economic growth and development. Here are some ways in which art and culture impact the society in Germany and Europe:
Cultural Preservation:
Art and culture help preserve the identity of a society. They are an essential part of a country's heritage, traditions, and customs. Germany and Europe have a rich cultural history, and art plays a crucial role in preserving and celebrating it. The promotion of art and culture can help preserve local traditions and cultural practices.
Economic Development: The creative industries, including visual arts, music, literature, and performing arts, contribute significantly to the economy. They create jobs, generate revenue, and attract tourism. In Germany, the cultural and creative sector is one of the largest employers, providing jobs to around 1.5 million people.
Social Integration: Art and culture can foster social integration by bringing people from different backgrounds and communities together. They provide a shared experience and help break down barriers between individuals and groups. Art can also serve as a tool for social justice, raising awareness of important social issues and promoting change.
Education: Art and culture can play a critical role in education. Exposure to different forms of art can help develop creativity, critical thinking, and problem-solving skills. Many educational programs in Germany and Europe incorporate art and culture to enhance the learning experience and promote well-rounded individuals.
National Image: Art and culture play a significant role in shaping a country's image. Germany and Europe are known for their rich cultural history and artistic achievements, which have contributed to their international reputation. The promotion of art and culture can help improve a country's image and attract international attention.
In summary, art and culture play a critical role in the development of society in Germany and Europe. They help preserve cultural heritage, contribute to economic growth, foster social integration, promote education, and shape a country's image.
Auf gutes Zusammenwirken
Sie haben bereits erste Überlegungen zu einem zukünftigen Projekt im Jahr 2026, die Sie mit uns teilen möchten? Wir freuen uns von Ihnen zu hören und über eine mögliches Zusammenwirken sprechen zu können. Kontaktieren Sie uns und wir finden gemeinsam heraus, wie wir zusammenpassen. #ArtTalkandTouch #RuhrGallery #MHRuhr
Kunstvielfalt im grünen Ruhrtal
Link: Presse zur MANIFESTA 2026:
An der 16. Manifesta beteiligt sind u.a. das Museum Folkwang, PACT und Stiftung Zollverein, Ruhrmuseum und Ruhrfestspiele. Im Bewerbungsprozess hatten mehrere regionale und landesweite Stiftungen ihre Unterstützung bekundet. Stellvertretend für sie führt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung, aus: "Die Manifesta ist eine sehr gute Gelegenheit, den vielen Menschen, die für dieses kulturelle Großereignis zu uns kommen werden, neben der Kunst auch ein neues, modernes Bild vom Ruhrgebiet zu zeigen."
Zum zweiten Mal in Deutschland - HISTORIE DER MANIFESTA
• 1996: Manifesta 1 Rotterdam, Niederlande
• 1998: Manifesta 2 Luxemburg, Luxemburg
• 2000: Manifesta 3 Ljubljana, Slowenien
• 2002: Manifesta 4 Frankfurt am Main, Deutschland
• 2004: Manifesta 5 San Sebastián, Spanien
• 2006: Manifesta 6 Nikosia, Zypern
• 2008: Manifesta 7 Trentino-Südtirol, Italien
• 2010: Manifesta 8 Im Dialog mit Nordafrika, Murcia und Cartagena, Spanien
• 2012: Manifesta 9 Genk in Limburg, Belgien
• 2014: Manifesta 10 St. Petersburg, Russland, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum
Eremitage
• 2016: Manifesta 11 Zürich, Schweiz
• 2018: Manifesta 12 Palermo, Italien
• 2020: Manifesta 13 Marseille, Frankreich!1]
• 2022: Manifesta 14 Pristina, Kosovol2]
• 2024: Manifesta 15 Barcelona und zehn
weitere Städte in Katalonien
• 2026: Manifesta 16 Metropolregion Rhein-Ruhr, Deutschland
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Events Kunst & Kultur
Die RUHRKUNSTHALLE wurde im Jahr 2012 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr von Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhabern gegründet.